Grund­le­gen­de Anfor­de­run­gen an die staat­li­che Rechts­ord­nung

Folterwerkzeuge 1 - Grundlegende Anforderungen an die staatliche Rechtsordnung

Die UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on gewährt kei­ne unmit­tel­ba­ren Rech­te für die Bür­ger, son­dern ist nach all­ge­mei­nem Ver­ständ­nis eine Staa­ten­ver­pflich­tung. Die den Ver­trags­staa­ten von der UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on vor­ge­schrie­be­nen Ein­zel­maß­nah­men kon­kre­ti­sie­ren dabei die in Arti­kel 2 Abs. 1 CAT for­mu­lier­te all­ge­mei­ne Ver­pflich­tung eines jeden Ver­trags­staa­tes, wirk­sa­me gesetz­ge­be­ri­sche, ver­wal­tungs­mä­ßi­ge, gericht­li­che oder sons­ti­ge Maß­nah­men zu tref­fen, um Fol­te­run­gen in allen

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Inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit bei der Ver­fol­gung von Fol­ter

UN Gebaude Wien - Internationale Zuständigkeit bei der Verfolgung von Folter

Die Kern­be­stim­mung der UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on ist Arti­kel 5, der sicher­stel­len soll, dass Per­so­nen, die der Bege­hung von Fol­ter­hand­lun­gen ver­däch­tigt wer­den, über­all straf­recht­lich belangt wer­den kön­nen. Die UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on folgt dabei dem Grund­satz, dass der­art Ver­däch­tig­te ent­we­der aus­ge­lie­fert wer­den oder in dem Ver­trags­staat abge­ur­teilt wer­den müs­sen, in des­sen Hoheits­ge­biet sie sich befin­den. Damit

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Pflicht zum Erst­zu­griff

Theresiana Daumenstock2 - Pflicht zum Erstzugriff

In Arti­kel 6 ver­pflich­tet die UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on ihre Ver­trags­staa­ten, gegen jeder­mann, der einer der in Art. 4 CAT genann­ten Straf­ta­ten ver­däch­tig ist und sich in sei­nem Hoheits­ge­biet befin­det, alle nöti­gen Mass­nah­men ein­zu­lei­ten, die des­sen wei­te­re Anwe­sen­heit sicher­stel­len und die Ein­lei­tung eines Straf­ver­fah­rens oder eines Aus­lie­fe­rungs­ver­fah­rens zu ermög­li­chen. Zu den hier­nach ein­zu­lei­ten­den Mass­nah­men kann

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Rechts­hil­fe

Theresiana Beinschrauben - Rechtshilfe

Arti­kel 9 der UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­tet die Unter­zeich­ner­staa­ten zu gegen­sei­ti­ger Amts- und Rechts­hil­fe bei der Straf­ver­fol­gung von Fol­ter­straf­ta­ten. Die­se Bestim­mung bezieht sich für die bei der Straf­ver­fol­gung mut­mass­li­cher Fol­te­rer zu gewäh­ren­de zwi­schen­staat­li­che Rechts­hil­fe grund­sätz­lich auf die inter­na­tio­na­len Rechts­hil­fe­ab­kom­men, die zwi­schen den jeweils betrof­fe­nen Ver­trags­staa­ten bestehen (Art. 9 Abs. 2 CAT). Dar­über hin­aus­ge­hend ver­langt Art.

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Rechts­schutz gegen Fol­ter

Magnus Gaefgen BILD Zeitungsartikel1 - Rechtsschutz gegen Folter

Arti­kel 13 Satz 1 der UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­tet die Unter­zeich­ner­staa­ten, dafür Sor­ge zu tra­gen, dass jeder, der von sich behaup­tet, gefol­tert wor­den zu sein, das “Recht auf Anru­fung der zustän­di­gen Behör­den” des hier­für ver­ant­wort­li­chen Ver­trags­staats hat. Eine Über­prü­fung des Fol­ter­vor­wurfs, wie auch des nach Art. 16 Abs. 1 Satz 2 CAT in die Rechts­schutz­ga­ran­tie

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Regel­mä­ßi­ge Über­prü­fun­gen der Haft­be­din­gun­gen

prison 4913 640 - Regelmäßige Überprüfungen der Haftbedingungen

Um jed­we­de Fol­ter­hand­lung zu ver­hü­ten, ver­pflich­tet die UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on in ihrem Arti­kel 11 die Unter­zeich­ner­staa­ten, u.a. die Vor­keh­run­gen für den Gewahr­sam und die Behand­lung von Per­so­nen, die der Fest­nah­me, der Haft, dem Straf­voll­zug oder irgend­ei­ner ande­ren Form der Frei­heits­ent­zie­hung unter­wor­fen sind, einer “regel­mä­ßi­gen” sys­te­ma­ti­schen Über­prü­fung zu unter­zie­hen. Die­se in Art. 11

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Straf­bar­keit der Fol­ter

Theresiana Schnuerung - Strafbarkeit der Folter

Arti­kel 4 Abs. 1 der UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­tet die Unter­zeich­ner­staa­ten der Kon­ven­ti­on, “alle Fol­ter­hand­lun­gen” unter Stra­fe zu stel­len. Dies bedeu­tet nicht, dass im jewei­li­gen natio­na­len Straf­recht (also etwa im deut­schen Straf­recht) ein der Fol­ter­defini­ti­on des Arti­kels 1 CAT nach­ge­bil­de­ter Son­der­straf­tat­be­stand geschaf­fen wer­den muss. Viel­mehr lässt die UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on den Ver­trags­staa­ten freie Hand, wie sie die

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Unter­su­chungs­pflicht bei Fol­ter­ver­dacht

Abu Ghraib - Untersuchungspflicht bei Folterverdacht

Nach Arti­kel 12 der UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on ist jeder Ver­trags­staat ver­pflich­tet, für eine umge­hen­de und unpar­tei­ische Unter­su­chung Sor­ge zu tra­gen, sobald ein “hin­rei­chen­der Grund für die Annah­me besteht, dass in einem sei­ner Hoheits­ge­walt unter­ste­hen­den Gebiet eine Fol­ter­hand­lung began­gen wur­de.” Die­se Unter­su­chungs­pflicht gilt gemäß Art. 16 Abs. 1 Satz 2 CAT auch, wenn der Ver­dacht

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Unter­wei­sun­gen zum Fol­ter­ver­bot

Theresiana Beinschrauben2 - Unterweisungen zum Folterverbot

Nach Arti­kel 10 Abs. 1 der UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on müs­sen die Ver­trags­staa­ten dafür Sor­ge tra­gen, dass das Fol­ter­ver­bot voll­gül­ti­ger Bestand­teil des Unter­richts all der Per­so­nen ist, denen Gefan­ge­ne und ande­re der Frei­heits­ent­zie­hung unter­wor­fe­ne Per­so­nen anver­traut sind. Die­se Bestim­mung for­dert damit eine vor­beu­gen­de Mass­nah­me zur Ver­hin­de­rung von Fol­ter­hand­lun­gen. Das Unter­richts­ge­bot des Art. 10 CAT

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Ver­bo­te­ne Ver­neh­mungs­me­tho­den

Handschellen - Verbotene Vernehmungsmethoden

Um jede Fol­ter­hand­lung zu ver­hü­ten, ver­pflich­tet die UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on in ihrem Arti­kel 11 die Unter­zeich­ner­staa­ten, die für Ver­neh­mun­gen gel­ten­den Vor­schrif­ten, Anwei­sun­gen, Metho­den und Prak­ti­ken einer “regel­mä­ßi­gen” sys­te­ma­ti­schen Über­prü­fung zu unter­zie­hen. In Deutsch­land sind die­se Anfor­de­run­gen wei­test­ge­hend in der Straf­pro­zess­ord­nung sowie im Straf­voll­zugs­ge­setz des Bun­des (bzw. den an sei­ne Stel­le getre­te­nen Straf­voll­zugs­ge­set­zen

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